Mittwoch, 11. Juni 2014

MaraUltra Nr. 96 an der Ruhr?


Am Pfingstwochenende stand mein MaraUltra Nr. 96 an. Ein ganz Besonderer, denn ich wollte die 100-Meilen-Distanz bei der TorTour de Ruhr schaffen. Im letzten Jahr habe ich beim ma2ma die Strecke von 137 km geschafft. Jetzt sollte es ein neuer persönlicher Langstreckenrekord für mich werden. 161 km wollten gelaufen werden. Wie das Ganze ausging, könnt ihr im Video ganz gut miterleben…


Ich bin 150,7 km gelaufen und habe dann die TorTour leider abbrechen müssen. So fertig war ich noch nie. Ich habe das Orangum nicht erreicht, aber soweit bin ich vorher in meinem Leben noch nie gelaufen. Abends war ich nicht mehr in der Lage, über irgendetwas nachzudenken. Aber am nächsten Morgen habe ich überlegt, ob ich denn jetzt meinen MaraUltra Nr. 96 habe oder nicht. Ich habe ja nicht gefinisht.

Ich möchte nicht in einen 100-Marathon-Club und ich möchte auch nicht meine Marathons und Ultras irgendwo belegen oder rechtfertigen. Ich zähle sie einfach für mich. Und ich bin stolz darauf, 150,7 km gelaufen zu sein. Bis zum Anschlag. Und für mich zählt dieser mehr als 27 Stunden lange Lauf als MaraUltra. Also… das war mein MaraUltra Nr. 96. 

Ich würde diese lange Quälerei nicht richtig würdigen, wenn ich sie nicht zählen würde. Ein Fußballspieler, der in der 88. Minute bei einem Länderspiel eingesetzt wird, zählt diese 2 oder 3 Minuten auch als Länderspiel.

Nur verdaut habe ich die TorTour noch nicht. Die offene Rechnung liegt auf meinem Schreibtisch in der Ablage „Noch zu erledigen“. Wenn ich darf, bin ich in 2 Jahren wieder am Start. Und dann mache ich am Orangum einen Handstand. :-)

Dienstag, 3. Juni 2014

Nur ein Halber in Salzkotten

Die letzte Woche stand schon im Zeichen der Erholung. Insgesamt bin ich nur noch 51 km gelaufen, die im Vergleich zu den Wochen vorher schon als Erholung zählen. Gekrönt wurde die Woche mit dem Salzkotten Marathon, bei dem Marion den Ganzen abspulte und ich den Halben (eben im Zeichen der Erholung).
Wir starteten zusammen in einem großen Lauffeld mit knapp 1000 Startern und einigen Lauffreunden und gingen auf die im letzten Jahr neu vermessene Runde, von der ich zwei und Marion vier laufen musste. 
Nach meinem Finish nach gut 2 Stunden wartete ich auf Marion, die dann als dritte Frau unter großem Applaus der vielen Zuschauer ins Ziel gerauscht kam. Bei der Veranstaltung waren drei Bürgermeister zugegen. Der Alte, der Neue und der Bürgermeister der tschechischen Partnerstadt Salzkottens "Nospiek". :-)))


Salzkotten ist eine richtig schöne und toll organisierte Veranstaltung und wir freuen uns schon wieder darauf, hier im nächsten Jahr erneut an der Startlinie zu stehen. 

Aber nun lege ich die Beine hoch. Vielleicht ein oder zwei kleine Läufchen noch diese Woche... dann ist es soweit. Am Samstag um 18 Uhr geht es los. Die 100 Meilen bei der TorTour de Ruhr. Ich bin aufgeregt... :-)

MaraUltra Nr. 95 geruwelt

Am Samstag, 24. Mai, haben wir um 13 Uhr den ruWel 6 gestartet. 13 Marathonis und eine Marathonesse gingen auf die große Runde rund um Welver. Marion hat uns wie gewohnt sehr gut verpflegt und ist an zwei Stellen mit unserem Verpflegungska an die Strecke gekommen. Endlich mal ein ruWel in kurz. Nur ein kleiner aber heftiger Schauer hat für eine kurze Schönwetter-unterbrechung gesorgt. Mehr zur Veranstaltung findet ihr Danielas und Wolfgangs Berichte. 

Ich bin die letzten Kilometer zusammen mit Michael gelaufen und wir haben sehr interessante Gespräche geführt. Auch das ist Marathon laufen. 

Nach 5:13 sind wir zufrieden ins Ziel gekommen. Damit war meine Nr. 95 "im Sack". :-)

Jetzt gehe ich langsam in die Ruhephase und werde mich die letzten zwei Wochen vor der TorTour nicht mehr soooo viel bewegen. Nur ein bisschen. ;-)

Freitag, 23. Mai 2014

MaraUltra Nr. 94 im Ruhrpott

Das letzte Wochenende war recht laufintensiv. Bereits am Donnerstag war ich ja beim B2Run in Dortmund. Freitagabends waren Marion und ich dann in Lippstadt beim Altstadtlauf. Während Marion im Namen ihres Arbeitgebers den 10er schrubbte, war ich für Fotos und Support zuständig. 

Am Samstag stand dann unser Heimlauf auf dem Programm: der Buchenwaldlauf Welver. Ich lief auf der 10er-Distanz ungefähr 50 Minuten und war damit ganz zufrieden, denn ich bin nicht annähernd so gelaufen, wie ich gekonnt hätte. Schließlich wollte ich ja schon am nächsten Morgen wieder am nächsten Start stehen. Die 10-km-Strecke verlief bei bestem Wetter über Wald- und Feldwege, wobei die letzten Kilometer über die ruWel-Strecke verlaufen. Hier sind für den Buchenwaldlauf nun neue weiße Pfeile und Wegweiser auf dem Boden angebracht worden.  Hoffentlich verläuft sich hier in der kommenden Woche beim ruWel 6 niemand. :-)

Danke an Wolfgang Steeg von
www.catfun-foto.de
Am Sonntag stand dann der VIVAWEST-Marathon auf dem Programm. Ganz viele nette Lauffreunde waren in Gelsenkirchen am Start und ich kam aus der Quasselei gar nicht raus. Es war heute noch wärmer und die Sonne brannte vom Himmel. Daher lief ich einfach mal so im Wohlfühltempo los und genoss die schöne Ruhrgebietsatmosphäre auf der durchaus anspruchsvollen Strecke.

Bei KM 29 habe ich unseren Lauffreund Jürgen eingeholt, der arg mit Krämpfen zu kämpfen hatte. Auf den letzten Kilometern sind wir zusammen geblieben und haben nach 4:25 Stunden den Marathon gefinisht. Es war Jürgens erster Marathon und ich habe mich mit ihm gefreut, dass er trotz der Krämpfe noch so gut durchgehalten hat. Dabei musste ich oft an meinen ersten Marathon denken. Irgendwie ist der Erste einfach etwas ganz Besonderes und man vergisst ihn nicht.

Der VIVAWEST-Marathon war meine Nr. 94. Ich bin noch immer im Plan und am nächsten Samstag steht schon Nr. 95 beim ruWel 6 an. Es läuft. :-)

Samstag, 17. Mai 2014

Eine spontane Ausruhwoche

In der Woche nach dem 12-h-Lauf am Seilersee musste ich eine ungeplante Buddha-Woche einlegen, ob ich wollte oder nicht. Die durchgemachte Nacht und die 12 Stunden Lauferei haben irgendwie doch ihre Spuren hinterlassen. Ich war einfach ganz schön kaputt und ich habe mir mehrfach darüber Gedanken gemacht, wie es sich wohl an Pfingsten nach der TorTour anfühlen wird. Der 12-h-Lauf war gerade mal die Hälfte von meinem TorTour-Paket. Aber egal... Ausruhen und weiter machen.

Der Laufwiedereinstieg war dann der Residenz-Abendlauf am letzten Freitag. Ein 10er mit Marion im strömenden Regen in Schloss Neuhaus. Die Strecke war echt klasse, wenn man sie sich an einem schönen Frühlingstag vorstellt. Aber bei dem nassen Wetter war das schon eine Herausforderung.

In dieser Woche lief es aber wieder normal weiter. Am Mittwoch stand mein Lauf von der Arbeit nach Hause an, der sich leider etwas kraftlos anfühlte. Am Donnerstag beim B2Run lief ich mit meinem Bruder Klaus die 6 km rund ums Westfalenstadion mit dem Christinen-Team. Das war ein schöner Lauf und insgesamt ein schöner Abend mit vielen netten Leuten und hat richtig Spaß gemacht. 
Gestern war ich Marions Supporter beim Lippstädter Altstadtlauf. Auch das war eine richtig schöne Veranstaltung. 

Gleich geht's dann weiter beim Buchenwaldlauf über 10 km, den ich nicht ganz am Anschlag laufen werde. Schließlich steht ja morgen schon der VIVAWEST Marathon an. Es wollen noch viele Kilometer gelaufen werden, denn bis zur TorTour sind es nur noch 3 Wochen. 

Aber heute Abend ziehe ich erstmal mein schwatzgelbes Trikot an und halte dem BVB die Daumen und großen Zehen. Heja Heja BVB. :-D

Mittwoch, 7. Mai 2014

MaraUltra Nr. 93 am Seilersee

Die letzte Woche war wieder sehr kilometerreich. Nach drei Einheiten in der Woche stand am Wochenende der Seilersee an. Dort habe ich mir die 12 Stunden durch die Nacht von Samstag auf Sonntag vorgenommen. Es war eisig kalt und die wellige Strecke hat auf Dauer echt Kraft gekostet. Aber so schön habe ich es mir nicht vorgestellt. Nachts war der ganze See inklusive der Autobahnbrücke, die mitten rüber führt, bunt illuminiert. Wir brauchten keine Stirnlampen, um durch die Nacht zu kommen.
Gut 83 Kilometer habe ich in der Nacht geschafft und bin froh, dass ich das ganz gut durchgehalten habe. Die Autofahrt nach Hause war danach mindestens genauso anstrengend.
Während Marion dann morgens Ahlen gerockt hat, habe ich den versäumten Schlaf nachgeholt und zwischendurch mal beim HH-Marathon reingeschaut.
Das ist wirklich eine sehr schöne aber anspruchsvolle Veranstaltung. Den neuen Termin habe ich schon mal in den Kalender 2015 eingetragen.

Zwei Tage vorher, am 1. Mai, haben wir mit unserem Team Laufen-in-Dortmund.de zusammen gesessen und den zeitlichen und organisatorischen Ablauf bei der TorTour besprochen. Es ist nun alles geklärt und ich bin mir sicher, dass das Pfingstwochenende ein großes Abenteuer wird. Krissy, Wolfgang, Daniela, Arno und Marion werden dafür sorgen, dass ich den langen Weg bis zum "Orangum" in Duisburg durchhalten werde. Hoffentlich. ;-)

Und nochmal zwei Tage vorher waren Marion und ich in Münster und haben dort ein neues Projekt dingfest gemacht. Aber das ist noch eine Überraschung.

Und wer Lust auf ein paar Eindrücke vom Seilersee hat...